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Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - Druckversion +- Road to Finishline - Triathlon Community (https://roadtofinishline.com/forum) +-- Forum: Training (https://roadtofinishline.com/forum/forum-10.html) +--- Forum: Swim (https://roadtofinishline.com/forum/forum-11.html) +--- Thema: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch (/thread-25.html) |
Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 14.05.2026 Hey zusammen, ich möchte hier ab sofort regelmäßig meine Schwimm-Einheiten, Fortschritte und Erfahrungen auf dem Weg Richtung Triathlon und Ironman dokumentieren. Gerade im Schwimmtraining merke ich aktuell extrem, wie viel Technik, Wasserlage und Konstanz ausmachen können. Vielleicht motiviert es andere, vielleicht bekomme ich selbst Feedback – und vielleicht sieht man in ein paar Monaten einfach, was kontinuierliches Training wirklich verändern kann. Heute gab es einen direkten Vergleich zwischen Dienstag und der heutigen Einheit. Dienstag lag der Fokus eher auf lockerer aerober Grundlage und effizientem Schwimmen. Heute dagegen deutlich intensiver: mehr Druck, höherer Puls und insgesamt ein spürbar stärkerer Trainingsreiz. ## Vergleich der beiden Einheiten ### Dienstag - 1.225 m - Pace: 1:53 / 100 m - Durchschnittspuls: 138 bpm - SWOLF: 41 - Züge/Bahn: 12,6 - Fokus: effizientes und lockeres Schwimmen ### Heute - 1.200 m - Pace: 1:55 / 100 m - Durchschnittspuls: 154 bpm - SWOLF: 41 - Züge/Bahn: 12,1 - Fokus: intensiverer Trainingsreiz und mehr Druck Was ich spannend finde: Trotz höherer Intensität blieb die Technik relativ stabil. Der SWOLF-Wert blieb konstant bei 41 und gleichzeitig hatte ich heute sogar weniger Züge pro Bahn. Für mich ein gutes Zeichen, dass Wasserlage und Zuglänge langsam besser werden. Dienstag war insgesamt ökonomischer. Heute dagegen deutlich leistungsorientierter. Genau daran möchte ich in den nächsten Monaten arbeiten: gleiche oder bessere Pace bei niedrigerem Puls und sauberer Technik. Für mich ist Schwimmen aktuell wahrscheinlich noch die größte Baustelle im Triathlon — aber genau deshalb macht es am meisten Spaß, dort Fortschritte zu sehen. Mich würde interessieren: Wie entwickelt sich euer Schwimmtraining aktuell? Achtet ihr auf SWOLF, Zugzahl oder trainiert ihr eher komplett nach Gefüh RE: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 27.05.2026 Hey zusammen, kleines Update von unterwegs. 🚐🔥 Gestern hat es endlich klick gemacht. Ich glaube wirklich, ich habe meinen Kampf mit dem Wasser langsam besiegt. Zum zweiten Mal konnte ich jetzt offiziell meine 2700 Meter im See komplett durchziehen — und das sogar in Sub 60. Für viele klingt das vielleicht unspektakulär, aber für mich ist das gerade ein riesiger persönlicher Sieg. Vor allem mental. Das offene Wasser war lange mein größter Gegner. Nicht die Distanz. Nicht die Ausdauer. Sondern der Kopf. Dieses Gefühl von Kontrollverlust, Unsicherheit und Respekt vor dem Wasser. Umso schöner war es gestern, einfach ruhig zu bleiben, meinen Rhythmus zu finden und das Ding sauber durchzuschwimmen. Unglaublich geholfen hat mir dabei meine Tochter, die mich mit dem SUP begleitet hat. Klar gibt die Boje Sicherheit — aber zu wissen, da ist jemand direkt neben dir, falls irgendwas wäre, macht mental unglaublich viel aus. Dafür bin ich extrem dankbar. ❤️ Jetzt heißt es weiter dranbleiben. Der Plan für die nächsten Tage: 🏋️♂️ Fitnessstudio 🏊 Weitere Open-Water-Einheiten 🚴 Rennrad 🔥 Koppeleinheiten Schritt für Schritt geht es weiter Richtung Ziel. Ich halte euch auf dem Laufenden. RE: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 04.06.2026 Hey Kleines Schwimm-Update, die letzten Einheiten zeigen gerade ziemlich deutlich, dass sich im Wasser langsam wirklich etwas verändert. Früher waren oft nur kurze Abschnitte möglich. 50 Meter, 100 Meter — dann kurz sammeln, neu starten und wieder weiter. Vor allem im Kopf war Schwimmen lange meine schwierigste Disziplin. Mittlerweile fühlt sich das Ganze aber deutlich kontrollierter an. Nach den ersten längeren Open-Water-Einheiten konnte ich jetzt auch im Schwimmbad anfangen, größere Blöcke am Stück zu schwimmen: * erste 500er-Blöcke * erste 700er * heute sogar der erste 1.000er-Block am Stück Insgesamt standen heute 2.400 Meter auf dem Plan. Das Wichtigste dabei war aber gar nicht die Pace, sondern das Gefühl im Wasser. Ruhig bleiben, kontrolliert atmen, Rhythmus halten und nicht permanent gegen das Wasser kämpfen. Ich hätte teilweise auch schneller schwimmen können, wäre dann aber relativ schnell außer Atem gekommen. Aktuell geht es mir bewusst darum: * mehr Wasserzeit zu sammeln * die Schwimmausdauer aufzubauen * lange Blöcke sauber zu schwimmen * effizienter zu werden * Vertrauen ins Wasser zu entwickeln Und genau da merke ich aktuell wahrscheinlich die größten Fortschritte. Schritt für Schritt geht es weiter Richtung Finishline. ::: RE: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 12.06.2026 Hey Leute, Nachdem ich zuletzt die ersten 500-Meter-, 700-Meter- und schließlich auch die ersten 1.000-Meter-Blöcke am Stück schwimmen konnte, stand diese Woche wieder etwas völlig anderes auf dem Programm. Am Anfang war ich ehrlich gesagt ziemlich frustriert. In den letzten Einheiten hatte ich mich daran gewöhnt, längere Strecken einfach durchzuschwimmen. Das Gefühl, plötzlich 1.000 Meter am Stück absolvieren zu können, hat mir natürlich Selbstvertrauen gegeben. Umso härter war dann der Kontrast beim Vereinstraining. Statt langer Blöcke gab es diesmal hauptsächlich Techniktraining. Faustkraulen, Beinschlagübungen, Arbeit mit dem Board, Sprintabschnitte über 25 Meter und viele Korrekturen zur Wasserlage und Atmung. Teilweise waren die Abschnitte nur 25 oder 50 Meter lang. Während ich in den letzten Wochen stolz auf meine ersten langen Blöcke war, hatte ich diesmal zeitweise sogar wieder das Gefühl, schlechter zu schwimmen als zuvor. Mein Coach hat aber einen Punkt angesprochen, den ich zwar verstanden habe, der für mein Ego trotzdem nicht einfach war: „1.000 Meter schwimmen zu können ist gut. Aber noch wichtiger ist es, 1.000 Meter technisch sauber schwimmen zu können.“ Vor allem mein Beinschlag stand dabei im Fokus. Bisher habe ich die Beine hauptsächlich zur Stabilisierung und beim Atmen eingesetzt. Das hat für die Distanz funktioniert, aber eben noch nicht wirklich technisch sauber. Jetzt geht es darum, den Beinschlag dauerhaft in den Bewegungsablauf zu integrieren, ohne dabei unnötig Kraft zu verschwenden. Nicht wie ein Sprinter die Beine leer treten, sondern eine stabile Wasserlage aufbauen und effizienter durchs Wasser kommen. Genau das fiel mir gestern schwer. Man merkt plötzlich wieder, wo die eigenen Baustellen liegen. Während die langen Blöcke zuletzt vor allem Selbstvertrauen gebracht haben, wurde diesmal sehr deutlich, dass zwischen „ich komme durch“ und „ich schwimme technisch sauber“ noch ein Unterschied besteht. Trotzdem glaube ich rückblickend, dass diese Einheit extrem wichtig war. Denn wenn ich irgendwann meine 1.000 oder 2.000 Meter mit der Technik schwimme, die wir aktuell aufbauen, dann wird genau dort der nächste große Leistungssprung entstehen. Interessanterweise waren die Werte der Einheit sogar überraschend gut. Die Durchschnittspace lag bei 1:56 min/100 m auf der 25-Meter-Bahn, der SWOLF-Wert bei 40. Dabei darf man nicht vergessen, dass diese Zahlen während eines Techniktrainings mit vielen Unterbrechungen, Übungen und Sprintabschnitten entstanden sind und nicht bei einem gleichmäßigen Dauerschwimmen. Rückblickend war die Lektion dieser Woche deshalb wahrscheinlich eine ganz wichtige: Nur weil sich ein Training nicht gut anfühlt, heißt das nicht, dass es kein Fortschritt ist. Manchmal entsteht Fortschritt genau dort, wo man an den Dingen arbeitet, die man noch nicht gut kann. Die langen Blöcke bleiben weiterhin ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur Langdistanz. Aber jetzt geht es darum, die Technik Schritt für Schritt auf das Niveau zu bringen, das diese Distanzen langfristig auch effizient macht. Der Weg zum Ironman besteht eben nicht nur aus Kilometern sammeln, sondern auch daraus, immer wieder an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Und genau das war diese Woche der Fall. RE: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 24.06.2026 Kurzes Schwimm-Update. Nach den letzten Technikeinheiten gab es jetzt wieder eine Einheit, die sich deutlich besser angefühlt hat. Rückblickend war das extrem wichtig für den Kopf. Die letzten Wochen haben mir im Wasser zwei Dinge gleichzeitig gezeigt: Einerseits wächst die Ausdauer spürbar, andererseits wird mir durch das Techniktraining immer klarer, wo aktuell noch Potenzial liegt. Gerade nach den Einheiten mit starkem Technikfokus war ich zwischendurch mental etwas frustriert, weil es sich teilweise so angefühlt hat, als würde ich eher Rückschritte machen. Mittlerweile sehe ich das anders. Ich glaube inzwischen, dass genau diese Phase notwendig ist. Man lernt gerade nicht einfach nur länger zu schwimmen, sondern wirklich besser zu schwimmen. In der letzten Einheit auf der 50-Meter-Bahn konnte ich das erstmals wieder richtig positiv spüren. 2050 Meter 1:52 min/100 m Durchschnittspace 50-Meter-Bahn durchgehend aktiver Beinschlag Besonders wichtig war für mich dabei aber weniger die Pace als das Gefühl im Wasser. Der Fokus lag vor allem auf: stabile Wasserlage aktiver Beinschlag Arm vorne stehen lassen sauber Wasser greifen Und genau dort hat es sich deutlich besser angefühlt. Ich merke langsam, wie die Technikbausteine anfangen zusammenzukommen. Natürlich bleibt Schwimmen weiterhin die größte Baustelle auf dem Weg zur Langdistanz. Aber gleichzeitig ist es aktuell auch die Disziplin, in der ich wahrscheinlich das größte Entwicklungspotenzial sehe. Und genau das motiviert mich momentan extrem. 🏊🔥 RE: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 22.07.2026 Hey zusammen, nach meinem letzten Update Ende Juni ist im Wasser wieder einiges passiert. Was sich am meisten verändert hat, ist gar nicht unbedingt die reine Pace, sondern mein Gefühl beim Schwimmen. Ich habe inzwischen viel weniger das Gefühl, gegen das Wasser zu arbeiten. Ich finde schneller meinen Rhythmus, bleibe ruhiger bei der Atmung und kann längere Abschnitte schwimmen, ohne dass im Kopf direkt dieser Gedanke kommt: „Wie lange halte ich das noch durch?“ Am 12. Juli standen insgesamt 2.150 Meter auf dem Programm. Die Gesamtpace lag bei 2:13 min/100 m, wobei die Einheit aus sehr unterschiedlichen Abschnitten bestand. Am Ende bin ich noch einmal 650 Meter in 1:52 min/100 m geschwommen. Gerade dieser letzte Block hat mir gezeigt, dass trotz der vorherigen Belastung noch etwas da war und ich nicht einfach nur irgendwie bis zum Ende gekommen bin. Am 16. Juli folgten dann 2.000 Meter in 46:02 Minuten. Auch hier war die Gesamtpace mit 2:18 min/100 m durch die verschiedenen Inhalte nur bedingt aussagekräftig. Interessanter waren für mich die einzelnen Blöcke: 500 Meter in 2:08 min/100 m 500 Meter in 1:53 min/100 m danach noch weitere Technik- und Ausdauerabschnitte Der zweite 500er war für mich bisher einer der besten längeren Abschnitte im Becken. Nicht nur wegen der Zeit, sondern weil es sich dabei nicht komplett hektisch angefühlt hat. Natürlich ist weiterhin viel Luft nach oben. Meine Zugzahl liegt auf der 50-Meter-Bahn aktuell noch bei ungefähr 30 bis 31 Zügen pro Bahn, und auch beim SWOLF sieht man, dass ich technisch noch nicht dort bin, wo ich hinmöchte. Vor allem wenn die Müdigkeit kommt, wird der Zug kürzer und ich verliere etwas die saubere Wasserlage. Trotzdem ist der Unterschied zu den ersten Wochen für mich deutlich. Damals war ich froh, wenn ich 50 oder 100 Meter geschafft habe und danach erst einmal wieder meinen Kopf sortieren konnte. Inzwischen schwimme ich 500er-, 700er- und auch längere Blöcke, ohne dass die Distanz selbst noch das große Problem ist. Der nächste Schritt ist deshalb ziemlich klar: Nicht einfach nur weiter schwimmen, sondern die Technik auch dann sauber halten, wenn ich müde werde. Langer Zug, ruhig atmen, vorne nicht sofort zusammenfallen und insgesamt weniger unnötige Bewegungen machen. Schwimmen bleibt definitiv meine größte Baustelle. Aber inzwischen ist es keine Baustelle mehr, bei der ich mich frage, ob das überhaupt etwas wird. Mittlerweile frage ich mich eher, wie viel da noch möglich ist, wenn ich einfach konsequent dranbleibe. RE: Vom Nichtschwimmer Richtung Ironman – mein Schwimmtraining & Fortschrittstagebuch - timo_tri - 10.08.2026 Kleines Schwimm-Update – und irgendwie wird es gerade ernst 😅 Seit dem letzten Beitrag ist im Wasser wieder einiges passiert. Was ich aktuell am meisten merke: Ich muss mir nicht mehr jedes Mal beweisen, dass ich überhaupt länger schwimmen kann. Vor ein paar Wochen war jeder 500er oder 1000er noch so ein kleines persönliches Ereignis. Mittlerweile sind 2000 Meter plus einfach ziemlich normal geworden. Und genau das ist wahrscheinlich der größte Fortschritt. Am 24.07. hatte ich eine Einheit über 2100 Meter und da war zum ersten Mal richtig deutlich zu sehen, dass nicht nur die Ausdauer besser wird, sondern auch die Effizienz. Weniger Züge, besserer SWOLF und trotzdem schneller. Dann kam am 01.08. für mich wahrscheinlich die bisher beste Einheit: 2650 Meter gesamt, davon 2250 Meter am Stück in 44:48, also ziemlich genau 1:59 min/100 m. Das war so ein Moment, wo ich danach im Auto saß und dachte: „Okay… vor ein paar Monaten war ich froh, wenn ich 100 Meter sauber geschafft habe, und jetzt schwimme ich über zwei Kilometer am Stück ungefähr auf 2:00er Pace.“ Am 06.08. war dann eher so ein Tag, an dem ich gemerkt habe: heute bringt Gewalt nichts. Geplant waren eigentlich 2500 Meter, aber nach 1500 Metern habe ich gesagt: reicht. Cut. Fertig. Und das war rückblickend auch genau richtig. Zwei Tage später dann wieder 2550 Meter in 53 Minuten, mit einem schnelleren 250er in 1:47er Pace und danach noch einem langen 1100-Meter-Block ziemlich stabil um 2:05. Was ich daraus mitnehme: Ich werde im Wasser nicht plötzlich zum Schwimmer, nur weil ich ein paar gute Einheiten hatte. Technik bleibt weiterhin meine größte Baustelle. Aber dieses Gefühl von „ich kämpfe gegen das Wasser“ wird immer weniger. Inzwischen geht es eher darum: Rhythmus finden, ruhig bleiben, Wasser fassen, nicht hektisch werden und das Ganze auch dann zusammenhalten, wenn die Arme langsam müde werden. Und jetzt wird es interessant, weil am 15.08. mein erster Sprinttriathlon ansteht. Nur 400 Meter Schwimmen. Vor ein paar Monaten hätte mich genau dieser Teil wahrscheinlich am meisten nervös gemacht. Heute denke ich eher: 400 Meter? Das kriegen wir hin. 😄 Ich bin ehrlich gesagt ziemlich gespannt, wie sich das Ganze im Wettkampf anfühlt, wenn plötzlich nicht mehr nur eine Bahn vor mir liegt, sondern danach direkt aufs Rad geht. Aber genau dafür habe ich den ganzen Kram hier ja angefangen. Mal schauen, was am 15.08. passiert. 🏊♂️🔥 |